Vor dem Debüt des Skoda Fabia WRC bei der ADAC Rallye Deutschland ist Skoda-Motorsportchef Petr Kohoutek überaus optimistisch.
Bei der ADAC-Rallye Deutschland (24. – 27. Juli) bestreitet der nagelneue Skoda Fabia WRC sein Weltmeisterschaftsdebüt. „Das ganze Team geht völlig neu motiviert mit seinem neuen Baby in die nächste WM-Runde", erklärte Kohoutek optimistisch. Seine Hoffnung: "In dieser Saison wollen wir mit den
Spitzenreitern gleichziehen, 2004 Podiumsplätze erobern und spätestens 2005 Gesamtsiege
einfahren."
In der tschechischen Firmenzentrale in Mlada Boleslav überprüfte die FIA-Motorsportweltbehörde in der vergangenen Woche, ob der Fabia den Kriterien der Homologation entspricht. Die FIA-Inspektion unter Beobachtung von Peugeot ergab, dass in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 25.000 Exemplare des Fabia-Grundmodells nämlich weit über 820.000 produziert wurden. Von der speziellen WRC-Basisversion Fabia RS mit dem 130 PS starken Turbodiesel müssen nunmehr 2.500 Einheiten gebaut werden, wozu sich Skoda aber bis zum Start des WM-Finales in Wales Zeit lassen darf. Darüber hinaus prüften die FIA-Inspektoren an zwei fertigen Fabia World Rally Cars die Einhaltung des technischen Reglements – insbesondere
die Mindest-Baulänge des von 3.750 Millimeter auf die erforderlichen vier Meter verlängerten Fabia WRC. Rückwirkend zum 1. Juli erteilte die FIA die
Homologation und somit die internationale Start-Zulassung für den neusten Skoda-Sportler.
Skoda-Motorsportchef Dr. Petr Kohoutek und Cheftechniker Dietmar Mettrich hatten sich für die acht Monate dauernde Entwicklung des Fabia viel vorgenommen: Der gesamte Antriebsstrang des Allradlers und das Getriebe-Zusammenspiel sowie die optimierte Karosserie-Steifigkeit, das Fahrwerk und die Aerodynamik bildeten die Kernpunkte der Arbeiten. Den Turbomotor bezeichnet Kohoutek als altbekannte Baustelle, schließlich handelt es sich bei dem offiziell rund 300 PS (220 kW bei 5.500/min) leistenden 20-Ventiler um eine konsequente Weiterentwicklung des bereits im Vorgängermodell Octavia WRC eingesetzten Vierzylinders.
In den vergangenen Tagen testeten die Skoda-Vertragsfahrer Toni Gardemeister und Didier Auriol mit dem Einsatzauto in den Mosel-Weinbergen und auf dem Militärgelände Baumholder.
Nach zahllosen Konstrukteurs- und Techniker-Stunden
sowie etwa 20 Testtagen mit rund 2.500 Kilometern und etlichen Funktionsproben zog das Management Bilanz. „Bei allen Tests war es unser Hauptziel, den Octavia-Leistungsstandard möglichst schnell zu erreichen und vor allem zu übertreffen“, analysiert Kohoutek und bestätigt: „Nachdem diese anvisierte Wettbewerbsfähigkeit auch dank der tatkräftigen
Unterstützung unseres Reifenpartners Michelin und unseres Dämpferproduzenten Reiger schneller als erwartet erreicht wurde, entschlossen wir uns zum vorgezogenen Fabia-Debüt bei der Deutschland-Rallye.“
An fünf Testtagen und nochmals rund 600 Kilometern unter Wettbewerbsbedingungen verpassten Auriol und Gardemeister dem neuen Fabia WRC primär in den Mosel-Weinbergen und in Baumholder den aktuellen Feinschliff.
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